Lichtgesundheit – die weit unterschätzte Rolle des Lichts und der Beleuchtung!

Von Geburt an sind wir verschiedenen Lichtsorten ausgesetzt. Abgesehen vom essentiellen Tageslicht gibt es unterschiedliche Kunst-Lichtsorten, die unsere Gesundheit und unser Leben beeinflussen. Von der Beleuchtung in der Geburtsklinik über Kindergarten, Schule, Universität, Sporthallen, Arbeitsplatz, Krankenhaus bis hin zum Altenheim und, natürlich, im eigenen Zuhause besonders frühmorgens und abends. Man ist dem Licht „hilflos“ ausgesetzt.

Das Gesetz des Lebens besagt, entweder passt sich eine Spezies an die Umweltbedingungen an, oder sie stirbt aus. Wie zum Beispiel Tier- und Pflanzenarten, die den Klimaveränderungen nicht standhalten konnten. Unsere Gattung Mensch ist extrem anpassungsfähig, dennoch stellt sich die Frage, an was können wir uns anpassen und von was wiederum werden wir geschädigt? Schadstoffe in der Luft, naturferne Nahrungsmittel, radioaktive Belastungen sorgen schon lange für brisante Nachrichten. Das augenscheinliche aber, die Wirkung des Lichts, ist in der Gesellschaft kaum ein Thema.

Licht ermöglicht nicht nur die Sehfähigkeit im eigentlichen Dunkel sondern wirkt biologisch als Strahlung tief ins Nervensystem, steuert Hormone, heilt das Auge. Sonnenlicht, so ist bekannt, kann natürlich auch Entspannung und Glücksgefühle hervorrufen. Bereits 1903 bekam Niels Ryberg Finsen den medizinischen Nobelpreis für seine „Lichttherapie“.

Schlechtes Licht erschwert die Orientierung, fördert Unfälle, macht müde und kraftlos, kann die Netzhaut zerstören und zu Krebs führen! Auch die Zivilisationskrankheit Alterserblindung kann auf schlechtes Licht zurückgeführt werden. Nichts anderes, als eine „Lichterkrankung“ ist auch unsere Winterdepression: die Jahreszeit, in der sich die Sonne zurückzieht und uns Menschen, als ursprüngliche Tropenwesen (wir entstanden in Afrika vor 5 Millionen Jahren), fordert, mit dem kühlen und lichtärmeren Zeiten mehr schlecht als recht zurecht zu kommen. Auch die Arbeitssicherheit muss berücksichtigt werden, Licht kann zur psychischen Belastung führen. Aber trotz diesen Tatsachen, wird immer noch Licht installiert, welches in keiner Weise dem Mensch angepasst ist.

Nach der Erfindung der Glühlampe sind heute vor allem die „Energiesparlampen“ in Verwendung, die jedoch Giftstoffe enthalten, die eigentlich fachgerecht entsorgt werden müssten – hingegen (womöglich aus Unkenntnis) in den Mülltonnen vor der Tür landen. Diese Beleuchtung ist eine Veränderung unseres Lebensraumes in großem Ausmaß, die natürliche Finsternis der Nacht wird ausgeglichen. Unser Auge ist an die natürliche Sonne und das Tageslicht angepasst und nicht an diese künstlichen Lichtverhältnisse – so kann Kunstlicht mehr Schaden anrichten als es Vorteile hat. Die Chance, dass sich unsere Augen bzw. die Netzhaut an die Kunstlichter anpasst, ist unwahrscheinlich. Warum dann nicht daran arbeiten, ein für uns Menschen verträglicheres und natürlicheres Licht zu entwickeln? Licht, dass nicht nur schädigen, sondern die Gesundheit womöglich fördern kann!

Gerade beim Neubau, der Revitalisierung oder allgemein der Innenausstattung soll auf ein richtiges Licht besonderen Wert gelegt werden. Auch die Farbgebung der Räume muss bei der Installation des richtigen Lichts beachtet werden. Zum Beispiel werden in öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäuser, Schulen, Betriebsstätten usw. noch immer weite Strecken mit heute als gefährlich geltendem Licht ausgestattet: unphysiologisch kalte Lichtfarben mit unkompletten Lichtsprektren und hohen Blaulichtwerten, dazu das „klinische Weiß“ der Wände und noch graue und Schwarze Einrichtungen – kalte, schädigende Räumlichkeiten statt einer gepflegte, lebensfördernden Atmosphäre.

Augenmediziner und Zellbiologen wissen, dass die Zusammensetzung des Lichtspektrums eine hohe Bedeutung hat und bei Planungen immer die Leuchtmittel kritisch auswählen soll. Nach der Installation sollten auch die spektralen Lichtwerte in den Räumen nachgemessen werden. Eine Tageslichtanpassung der Lichttechnik ist optimal, hier ändern sich die Beleuchtungsstärken und Lichtfarben dem biologischen Rhythmus. Scheint das Tageslicht kräftiger, senkt das Beleuchtungssystem die Lichtstärke, auch das Farbspektrum wird dem Tagesverlauf angepasst – optimale Abstimmung auf den natürlichen Tages- und unseren Biorhytmus.

Fachleute der Lichttechnik und Festkörperphysik sind der Meinung, dass neue LEDs tatsächlich in der Lage sind, ein gesünderes Licht erzeugen zu können, wenn ihr Spektrum entsprechend verbessert wird: freundliches, warmfarbiges Licht mit ungefährlichen Blauanteil und dennoch 94 % Farbrichtigkeit. Für ein Vielfaches an Detailinformationen über das Thema finden Sie auf der Seite unseres Wohnberaters dem Österreichischen Institut für Licht und Farbe!

Sie sehen also, die Lichtplanung bedeutet höchste Verantwortung für die Gesundheit der Bewohner und Benutzer der Immobilie. Lassen Sie sich von unseren spezialisierten Wohnberatern über Ihre Möglichkeiten aufklären! Schließlich möchten Sie ein Zuhause haben, dass Ihr Wohlbefinden und Ihre Gesundheit fördert, anstatt sie zu schädigen.

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